What Web 2.0 really is. (via indexed.)
Nach dem Mitte 2008 erschienen Universal McCanns Wave 3-Report[1] erleben Social Media einen Aufschwung, der auch in Zukunft weiter anhalten wird. Für alle Internetnutzer zwischen 16 und 54 Jahren hat diese Studie folgende Zahlen ermittelt:[2]
- 475 Millionen Nutzer sind im Internet aktiv.[3]
- 394 Millionen Nutzer schauen sich Videos online an.
- 346 Millionen Nutzer lesen Blogs.
- 321 Millionen Nutzer lesen persönliche Blogs.
- 307 Millionen Nutzer besuchen die Profilseiten von Freunden in sozialen Netzwerken.
- 303 Millionen Nutzer nutzen Videoportale.
- 202 Millionen Nutzer pflegen Profile in sozialen Netzwerken.
- 248 Millionen Nutzer laden Fotos hoch.
- 216 Millionen Nutzer laden Video-Podcasts herunter.
- 215 Millionen Nutzer laden Audio Podcasts herunter.
- 184 Millionen Nutzer starten eigene Blogs.
- 183 Millionen Nutzer laden Videos hoch.
- 160 Millionen Nutzer abonnieren RSS-Feeds.
Die Analyse von McCann ergibt, dass es sich bei Social Media um ein globales Phänomen handelt, unabhängig davon welche ökonomischen, sozialen oder kulturellen Entwicklungen vorherrschen. Das bestätigen auch die Zahlen zu Social Media Angeboten in Deutschland. es wird erstaunlich viel Zeit auf Facebook, YouTube und Blogs verbracht.[4] So haben 40 Prozent der deutschen Internetnutzer ab 14 Jahren Onlinecommunitys bereits genutzt, 27 Prozent nutzen diese mindestens einmal wöchentlich (im Gegensatz zu 21Prozent in 2008).[5] Bei den 14- bis 19-Jährigen tun das sogar 79 Prozent.
Betrachtet man die Zahlen der ARD/ZDF Online-Studie die den Fokus auf Web 2.0 Angebote legen,[6] so fällt auf, dass insbesondere die Online Communities (berufliche und private Netzwerke) weiter stark wachsen. Waren es 2007 noch 15 Prozent der deutschen Internetnutzer ab 14 Jahren, die private Communities wie StudiVZ[7], MySpace[8] oder Facebook zumindest gelegentlich besuchten, so stieg diese Zahl ein Jahr später auf 25 Prozent. Aktuell sind bereits mehr als ein Drittel (35 Prozent) der Onliner gelegentlich in Online Communities unterwegs. Auch die beruflichen Netzwerke wie XING[9] oder LinkedIn[10] sind im Vergleich zum Vorjahr (2008: 6 Prozent) stärker frequentiert durch deutsche Onliner (2009: 9 Prozent).
Laut Weinberg ist die Ausbreitung von Social Media ein dauerhafter Trend.[11] “Es handelt sich bei Social Media nicht nur um einen Trend sondern diese Form der Internetnutzung ist vor allen ein soziales Phänomen, und damit Zeitgeist und zugleich Lifestyle!”[12], so die Gründer von @Twittcoach Berns und Henningsen.
Eric Qualman, Autor von “Socialnomics”, meint dazu: “Social Media ist keine Modeerscheinung. Es ist eine radikale Veränderung unseres Kommunikationsverhaltens.”[13] Sogar in der Wirtschaft nimmt Social Media inzwischen einen hohen Stellenwert ein: 60 Prozent der größten deutschen Unternehmen sind auf Social-Media-Seiten aktiv, das geht hervor aus einer Studie der Universität Oldenburg.[14]
Aufgrund dieser Fakten ist es angemessen zu sagen, Social Media ist möglicherweise ein neuer, anhaltender Trend und interessantes Feld für Privatpersonen, Unternehmen – und Organisationen.
[1] Vgl. Universal McCann (2008)
[2] Für diese Studie wurden im März 2008 insgesamt 17.000 Menschen aus 29 verschiedenen Ländern befragt.
[3] Der letzte Report von Universal McCann “Power to the People” ermittelte eine Nutzerzahl von 625 Millionen aktiven Internetnutzern.
[4] Vgl. Göldi (2008): Das Komplexitätsproblem, online: www.netzwertig.com.
[5] Vgl. van Eimeren/Frees (2009): Der Internetnutzer 2009, S. 341.
[6] Vgl. ARD/ZDF Onlinestudie 2009, Web 2.0, online: www.ard-zdf-onlinestudie.de.
[7] online: www.studivz.de.
[8] online: www.myspace.com
[9] online: www.xing.com.
[10] online: www.LinkedIn.com.
[11] Vgl. Weinberg (2010): Social Media Marketing, S. 2.
[12] Berns/Henningsen (2010): Der Twitter-Faktor, S. 25.
[13] Qualman: (2009): Social Media is bigger than you think, online: www.socialnomics.net, Originaltext: “(…) social media isn’t a fad, it’s a fundamental shift in the way we communicate.”
[14] Vgl. Horizont.net (2009): Unternehmen nutzen Social Media, online: www.horizont.net.


Interessant! Aber:
Für mich klingt diese Beschreibung noch immer wie die im vorherigen Blog-Eintrag angesprochene “Spitze überzogener Erwartungen”!? Gerade dadurch DAS soviele Menschen und vor allem Organisationen mit der Hoffnung “neue Welt, neuer Markt” an Plattformen wie Facebook, Twitter, StudiVZ ankommen kann man doch von überzogenen Erwartungen sprechen. Natürlich bietet es eine Menge Potential, aber die Momentanen Erwartungen sind wohl etwas überzogen, wenn man von einer “radikalen Änderung” spricht.
Hi Tobi,
ich stimme dir zu im Hinblick darauf, Social Media ist nicht das Allheilmitel der Zukunft. Die Erwartungen gerade von einem Großteil der Wirtschaftsunternehmen ist sicherlich überzogen. Die Zahlen zeigen jedoch eine Zunahme der sozialen Anwendungen durch Internetnutzer zur persönlichen Kommunikation und Interaktion mit anderen Freunden und (Un-)Bekannten.
Auf alle Fälle wird es noch sehr lange dauern, bis klar ist, wie Social Media effektiv genutzt wird, für normale Nutzer wie auch für Wirtschaft und Organisationen. Der Artike “Das Komplexitätsproblem von Social Media” diskutiert zwar den kommerzielle Benefit von Social Media Marketing, ist aber eine gute Analyse für Social Media im Allgemeinen: http://netzwertig.com/2008/12/18/werbung-das-komplexitaetsproblem-von-social-media-marketing/
Grüße,
Tim